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Biologie der Weinbergschnecke
Weinbergschnecken (Helix pomatia) gehören zum Stamm der Mollusca (Weichtiere), dieser umfasst ca. 110.000 Arten. Eine der bedeutenden Klassen sind hier die Gastropoden (Schnecken). Die Helix Pomatia ist der Familie der Schnirkelschnecken zugeordnet. Sie erreicht im ausgewachsenen Zustand eine Länge von bis zu 8 cm.
Das graue bzw. gelbbraune Kalkgehäuse wirkt fast kugelig. Beim erwachsenen Tier besteht es aus 5 Umgängen und ist ca. 4 cm groß. Im Schneckenaufbau sind zu untergliedern: Gehäuse, Fuß, Eingeweidesack mit Mantelhöhle, Kopf. Der Fuß ist ein stark von Muskeln durchsetzter Körperteil, der hinten zu einer Spitze ausläuft. Die wichtigsten Sinnesorgane und Ausfuhröffnungen befinden sich am Kopf der Schnecke. Durch Zusammenziehen und Strecken der Muskulatur des Fußes wird die wellenförmige Kriechbewegung ermöglicht. Als Voraussetzung für die Gleitbewegung des Tieres sorgen zahlreiche Drüsen für die Schleimabsonderung.
Der Kopf trägt zwei Paar Tentakeln, die oberen großen Fühler, die an den Spitzen ein Auge tragen und eingestülpt werden können. Der Mund hat eine wulstige Oberlippe und im Inneren eine knorpelige Zunge (Radula), deren Oberfläche mit Quer- und Längsreihen von Chitinzähnen besetzt ist. Hinter dem Munde folgt nach einem kurzen Schlundkopf der Magen, welcher allmählich in den Darm übergeht. Dieser verläuft mit mehreren Windungen durch den Eingeweidesack und mündet am Gehäuserand neben dem Atemloch.
Das Nervensystem besteht aus mehreren paarigen Ganglien, von denen einige im Kopf, einige im Fuß liegen und untereinander verbunden sind. Nach 3 Jahren wird die Fortpflanzungsfähigkeit erreicht, im Juni bis August (je nach Witterung) erfolgt die ein- bzw. auch mehrmalige Eiablage (bis erbsengroße Eier) in Erdhöhlen, wobei die Gelege jeweils 40 - 60 Eier enthalten.
Nach ca. 30 Tagen schlüpfen die Jungschnecken. Das durchschnittliche Lebensalter beträgt 8 - 10 Jahre.